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Zukunftsmarkt Organtransplantation

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Presseinformation
Der US-amerikanische Markt für Immunosuppressiva
Frankfurt am Main, 13. August 2002
Seit der ersten Nierentransplantation 1954 hat sich nicht nur die Zahl der transplantierbaren Organe auf 25 erhöht, auch die medikamentöse Unterdrückung der Organabstoßung hat erhebliche Fortschritte gemacht. Laut einer aktuellen Analyse der internationalen Unternehmensberatung Frost & Sullivan (http://pharma.frost.com) erzielte der US-amerikanische Markt für diese Medikamente, so genannte Immunosuppressiva, einen Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2008 sollen es bereits 3,26 Milliarden sein. Dieses Marktwachstum entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstumsrate von 16,3 Prozent.
Bei der postoperativen Erhaltung eines Transplantats kommen mit chronischen und akuten Immunosuppressiva zwei Arten von Medikamenten zum Einsatz. Patienten erhalten chronische Immunosuppressiva als Bestandteil eines Cocktails, der während der gesamten verbleibenden Lebensdauer des Transplantatempfängers täglich verabreicht werden muss. Üblicherweise handelt es sich um eine Dreifachtherapie aus Calcineurinhemmer (Cyclosporin oder Tacrolimus), Antimetabolit (Azathioprin oder Mycophenolatmofetil) und Corticosteroiden. Seit kurzem bietet der TOR-Hemmer Sirolimus eine zusätzlichen Alternative. Die Behandlung mit solchen nichtselektiven Immunosuppressiva ist allerdings risikobehaftet, weil diese nicht nur die Fähigkeit des Immunsystems hemmen, Antigene von Spendermaterial zu erkennen, sondern auch die Erkennung anderer Antigene beeinträchtigen. Dadurch steigt die Anfälligkeit für Viren-, Bakterien- und Pilzinfektionen. Außerdem kann die Langzeitanwendung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nephrotoxizität, Hepatotoxizität, erhöhtem Krebsrisiko und anderen Nebenwirkungen führen. Akute Immunosuppressiva dienen der Prophylaxe bei erhöhtem Risiko sowie der Therapie von akuten Abstoßungsepisoden. Auch sie können langfristige Nebenwirkungen haben. Mildere Akutwirkstoffe wie Zenapax und Simulect sind dagegen oft für die Therapie zu schwach und werden deshalb nur als Prophylaktika eingesetzt.
Langfristiges Anstreben einer induzierten Immunosuppression
Die Wirkstoffforschung arbeitet an Immunosuppressiva mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen wie dem Calcineurinhemmer ISAtx247 von Isotechnika Inc. Dieses Medikament ist wirksamer als die gegenwärtig verfügbaren Alternativen und kann entsprechend einem therapeutischen Fenster verabreicht werden. Daneben kommen zunehmend Kombinationswirkstoffe wie CellCept von Roche Laboratories zum Einsatz, die eine Reduzierung der Dosis anderer in der Kombination verwendeter Wirkstoffe erlauben. Langfristig wird eine induzierte Immunosuppression angestrebt, die die chronische Therapie ersetzen soll, indem das Immunsystem präoperativ darauf vorbereitet wird, das gespendete Material nicht abzustoßen.
Steigender Bedarf, sinkende Spenderzahlen
Am häufigsten werden in den USA Nieren (64 Prozent), Lebern (21 Prozent), Herzen und Bauchspeicheldrüsen verpflanzt. Fast 80.000 Patienten, die gegenwärtig auf eine Organtransplantation warten, stehen dabei jährlich nur knapp 23.000 Spender gegenüber. Ihre Zahl sinkt eher noch durch verbesserte Sicherheit im Straßenverkehr und Krankheiten wie AIDS. So ist nicht zu erwarten, dass die Organspenden in nächster Zeit den steigenden Bedarf decken. Abhilfe könnten nach Rinat Ariely, Research Analystin bei Frost & Sullivan, Xenotransplantation (Organtransfer zwischen Tier und Mensch) oder künstliche Organe schaffen. Erhebliche immunologische Sicherheitsprobleme bei der Xenotransplantation dämpfen jedoch die Erwartungen. Gearbeitet wird auch an der Herstellung von Organen aus Empfängerzellen, so etwa im Tissue Engineering and Organ Fabrication Laboratory der Harvard Medical School.
Titel der Analyse:
The U.S. Organ Transplant Pharmaceuticals Markets (Report A213-52)
Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan beobachtet ständig eine Reihe wichtiger Hightech-Branchen und befragt diese auf neue Markttrends, Kennzahlen und Unternehmensstrategien.
Frost & Sullivan wurde 1961 in New York gegründet und ist heute als internationale Unternehmensberatung auf den Geschäftsfeldern Marktforschung und Marketingberatung aktiv.
Mit rund 750 Mitarbeitern liefert Frost & Sullivan seinen Kunden in allen Hochtechnologiebranchen wichtige Daten für strategische Entscheidungen. Seminare, Konferenzen und Managementtrainings ergänzen das Angebot.
Frost & Sullivan verfügt über europäische Büros in London, Paris und Frankfurt sowie über eigene Forschungszentren in Kalifornien, London und Singapur.
Ständig aktualisierte und ausschließlich von dem Expertenteam von Frost & Sullivan verfasste Nachrichten vom Pharmamarkt finden sich im Internet unter http://pharma.frost.com.
Weitere Informationen:
Katja Feick
Public Relations Executive
Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel. 069-77033-12
Fax 069-234566
Katja.feick@frost.com
http://www.presse.frost.com
US-amerikanischer Markt für Immunosuppressiva
Umsatzprognose bis 2007
Angaben in Millionen US-Dollar
Jahr
Umsätze
(in Millionen
US-Dollar)
Umsatzwachstumsrate
(in Prozent)
1998
884,0
---
1999
902,3
2,1
2000
975,3
8,1
2001
1.202,1
23,2
2002
1.382,1
15,0
2003
1.582,6
14,5
2004
1.809,6
14,3
2005
2.161,3
19,4
2006
2.488,1
15,1
2007
2.851,2
14,6
2008
3.261,3
14,1
Quelle: Frost & Sullivan Report A213 (08/02)
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